Jägerschaft Lüneburg

...gemeinsam für Natur und Jagd

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Start Sonstiges Für's Schüsseltreiben
Witze für's Schüsseltreiben

Auge in Auge mit der Bestie

E-Mail

In den 1970er Jahren trafen sich die Jäger aus meinem Heimatdorf sonntags nach dem Kirchgang im Gasthof, tranken gemeinsam ein paar Gläser Bier und tauschten Jagdgeschichten aus.

Damals gesellte sich ungefragt ein den meisten von uns bis dahin unbekannter Jäger, ein rotgesichtiger, dicker, vielen von uns unsympathischer Mann zu der Stammtischrunde.

Er ergriff das Wort, indem er meinen Freund Ortwin, Obmann unserer Jagdhornbläsergruppe unterbrach und unaufgefordert begann von seinen Jagderlebnissen
zu erzählen: „Es war glühend heiß, die Sonne stand senkrecht über mir, und mich quälte höllischer Durst“, begann er. „Ich hatte die Fährte des kapitalen Büffels schon über vier Stunden durch dichten Busch, hohes Gras und tiefen Sumpf verfolgt, dann sah ich die Kuhreiher auffliegen und wusste, dass ich von meinem Ziel nicht mehr weit entfernt sein konnte. Vorsichtig schlich ich weiter, die schwere Doppelbüchse entsichert in den
Händen, jederzeit bereit für einen schnellen Schuss, darauf gefasst, dass mich der Büffel annimmt. Plötzlich teilt sich vor mir das mannshohe Gras, ein furchterregender
Anblick, ich sehe nur noch einen hässlichen Schädel mit rot unterlaufenen Augen...“

„Er auch“, platzt da mein Freund Ortwin los.

 

Peinlich, peinlich!

E-Mail

Nach erfolgreicher Drückjagd auf einem Truppenübungsplatz im östlichen Mecklenburg-Vorpommern saß ich beim Schüsseltreiben in fröhlicher Runde im Gasthaus und lauschte der Rede des Jagdkönigs.

Der fand und fand kein Ende. Er begann mit seinen Eindrücken bei der morgendlichen Begrüßung, fuhr fort in Erinnerungen an ähnliche Jagden zu schwelgen, reflektierte über Wildbestände und beschrieb umständlich alles, was er während dieser Jagd und
auf früheren Jagden erlebt hatte. Bis ins kleinste Detail schilderte er, wie, wann, wo ihm Sauen gekommen waren, vergaß auch nicht, (bei aller Bescheidenheit) seine Schießkünste hervorzuheben und so weiter. Doch damit fand er immer noch kein Ende, sondern dozierte über den Niedergang des edlen deutschen Waidwerks und bessere Zeiten. Nach einer Viertelstunde wurden einige der Anwesenden ungeduldig.

Da bemerkte ich, wie sich mein Gegenüber zu seiner Tischnachbarin beugte und leise fragte: „Gnädige Frau, wie kann man diesem Quasselkopf bloß dazu bringen, endlich Schluss zu machen - ich habe fürchterlichen Durst."
„Ja, das weiß ich auch nicht", kam flüsternd die Antwort, „obwohl ich schon seit über 30 Jahren mit ihm verheiratet bin."

 



Wussten Sie schon?

Große Waldgebiete, in denen das Rotwild einen idealen Lebensraum hat, befinden sich im Amt Neuhaus, im Südwesten des Landkreises – in der "Raubkammer" (Truppenübungsplatz Munster-Nord) – sowie in der Göhrde, im Südosten des Landkreises.