Jägerschaft Lüneburg

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Brauchbarkeitsprüfung 2010

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Zur Brauchbarkeitsprüfung 2010 konnte die Jägerschaft ein Rekordmeldeergebnis verzeichnen. Aufgrund erfreulicher 21 Nennungen mussten die Prüflinge auf zwei Termine verteilt werden.

Nahezu perfekte Prüfungsbedingungen herrschten am 23.10.2010, als in den Revieren Rettmer und Dachtmissen die erste Prüfung angesetzt war. Gemeinsam mit den Bläsern der Jägerschaft Lüneburg begrüßten Torsten Broder und Sonderleiterin Bärbel Fuhrhop die Teilnehmer und erfreulich viele Zuschauer auf dem Gelände der Wassermühle in Heiligenthal.
Der zweite Termin am 06.11.2010 begann aufgrund eines plötzlichen Ausfalls der Sonderleitung etwas unrund. Aber Dank des spontanen Einspringens von Ellen Küstner als Notrichterin, konnte die Prüfung wie geplant anlaufen. Herzlichen Dank dafür!

15 Gespanne, die aus ganz unterschiedlichen Ausbildungskursen kamen, stellten sich in der ersten Runde den Anforderungen der Niedersächsischen Brauchbarkeitsrichtlinie. 10 Hunde mussten ihre Leistung in der kompletten Prüfung bei Übernacht-Schweißfährte, Gehorsam, Freiverlorensuche, Feder- und Haarwildschleppe sowie der Arbeit in Wasser und Schilf bei der Verlorensuche und an der lebenden Ente zeigen. Fünf Hunde hatten noch die Zusatzfächer zur bereits absolvierten Herbstzuchtprüfung (HZP) mit Übernachtschweißfährte, Verlorensuche von Federwild und Gehorsam zu bestehen. Die einzige Meldung zur Sonderprüfung für Nachsuchenhunde wurde zurückgezogen.

uk_suchAm Ende des Tages konnten leider nur fünf von fünfzehn Hundeführer das begehrte Prüfungszeugnis in Empfang nehmen. Zwei bei kompletter BrP und drei Hunde bei den Zusatzfächern. Dabei stellten sich diesmal ganz unterschiedliche Fächer als unlösbar dar. So konnten einige Hunde ihre Führer auf der Schweißfährte nicht zum Ziel führen, andere hatten bei der Freiverlorensuche kein Glück. Einer gab sich ungehorsam und eine Hündin zeigte bei der Schussfestigkeitsprüfung am Wasser ein unerwünschtes Verhalten.

Am zweiten Prüfungstermin wollten auch gern fünf Hundeführer, die zuvor die Prüfung nicht bestanden hatten, ein zweites Mal antreten. Somit war eine zweite Richtergruppe erforderlich, was sich zunächst als große Hürde entpuppte – denn die Zeit der großen Bewegungsjagden war angebrochen. Nachdem es schließlich gelang den noch fehlenden Richter zu gewinnen, traten sechs Hunde zur kompletten Prüfung und vier Hunde in den Zusatzfächern an.

Zwei Wochen intensives Nacharbeiten an den kleinen Schwächen hat sich gelohnt. Bei den Schweißfährten hatten einige Gespanne zwar größere Mühe als gedacht, kamen aber dennoch zum Ziel. Wie nach den Waldfächern, blieben auch alle Hundeführer nach den Feldfächern noch im Rennen, wenn auch nicht immer ganz ohne Zittern. Erst beim letzten Fach, der Arbeit hinter der lebenden Ente, zeigten leider zwei Hunde keine ausreichende Leistung.

Nach dem Ergebnis der internen Auswertung wurden im Rahmen der jeweiligen Schüsseltreiben die Prüfungszeugnisse und kleine Sachpreise an die glücklichen Suchensieger übergeben.
Thomas v. d. Heide mit DD-Hündin „Aika vom Tütjenbarg“ zeigte am 23.10. die beste Leistung in der kompletten Prüfung. Jürgen Bartelt mit DD-Hündin „Lena vom Schulmeister“ hatte bei den HZP-Zusatzfächern die Nase vorn.

Am 06.11.2010 konnte Ute Moreth mit DD-Hündin „Ondra II vom Hoper-Moor“ die Richter diesmal in der kompletten BrP überzeugen. Zwei Wochen zuvor war das Gespann noch sehr unglücklich nach Hause gefahren. Bei den HZP-Zusatzfächern hat Kathleen Lange mit dem jungen UK-Rüden „Anton v.d. Hahnenweide“ eine eindrucksvolle Leistung gezeigt.

Unser Dank gilt den gut gelaunten Teilnehmern und Zuschauern, den fairen Richtern, den Helfern und natürlich den Revierinhabern. Ohne die Reviere wäre eine solche Prüfung mit pro Tag 15 km Schweißfährten und Schleppen auf Abstand und immer frischen Flächen für die Freiverlorensuche nicht möglich!
Danke den Revierinhabern Günter Beer, Detlef v. Plato, Ernst-Hermann Hartmann und Bärbel Fuhrhop, sowie der Bläsergruppe Hubertus der Jägerschaft Lüneburg, Charlotte Kiepker, Petra und Markus Lockhoff als Helfer bei der morgendlichen Anmeldung und Tobias Hillegeist für die Hilfe im Revier!

Zu guter Letzt sei mir noch eine ganz persönliche Anmerkung gestattet.

Das Wetter oder gar die Verbandsrichter für das Misslingen einer Prüfung verantwortlich zu machen, ist sicher für einen selbst zunächst die einfachste Erklärung. - Dabei hat sich bestimmt jeder Hundeführer, der seinen Gefährten auf Prüfungen vorstellt, schon selbst ertappt. Mit ein bisschen Abstand - und wenn es nur zwei Wochen sind - stellt der eine oder andere Rüdemann dann doch fest, dass schlicht noch ein paar Prozent gefehlt haben und an dem Tage zum Ausgleich hierfür einfach das Glück fehlte.
Für Hund und Mensch ist ein Prüfungstag eine absolute Ausnahmesituation. Nur wenige können sich hier von Nervosität frei machen. Überall fremde, angespannte Hunde und Menschen. Obendrein Richter, die Frauchen und Herrchen erklären wo es lang geht. Erfahrungsgemäß zeigen die meisten Vierbeiner unter solchen Bedingungen nur etwa 80% ihres sonstigen Leistungsvermögens. Wer kennt ihn nicht, den Ausspruch der Verzweiflung: "Das hat er ja noch nie gemacht...!"
Also geben Sie sich bitte nicht schon mit vielleicht 80% während der Ausbildung zufrieden und versuchen für den Rest das Glück zu bemühen. Das könnte unter Prüfungsbedingungen nicht genügen.
Die BrP ist zwar keine Leistungsprüfung zur Zuchtauslese - aber auch keine Gefälligkeitsveranstaltung. Die Fächer für die Arbeiten nach dem Schuss, sind allesamt so auch in der VGP zu finden. Informieren Sie sich frühzeitig über den Inhalt der Prüfungsordnung, so lernen Sie Ihren Hund besser einzuschätzen. Die Richter können immer nur das bewerten, was der Hund an dem Tag zeigt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Hundeführern viel Freude bei der Arbeit mit den Hunden und natürlich das nötige Suchenglück!

Bärbel Fuhrhop

 

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Große Waldgebiete, in denen das Rotwild einen idealen Lebensraum hat, befinden sich im Amt Neuhaus, im Südwesten des Landkreises – in der "Raubkammer" (Truppenübungsplatz Munster-Nord) – sowie in der Göhrde, im Südosten des Landkreises.