Jägerschaft Lüneburg

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Brauchbarkeitsprüfung 2011

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Brauchbarkeitsprüfung 2011

Am 15.10.2011 war es wieder soweit, die Jägerschaft Lüneburg richtete die jährliche Brauchbarkeitsprüfung (BrP) für Jagdhunde aus. Dabei sind die inzwischen konstant hohen Meldezahlen zu dieser Prüfung sehr erfreulich! Neben dem steigenden Bewusstsein der gesetzlichen Forderung dieser BrP, trägt auch die wieder angebotene Vorbereitung der Hunde in den Ausbildungskursen des JGV Lüneburger Heide dazu bei.

Kreishunde-Obfrau Bärbel Fuhrhop konnte in diesem Jahr 18 Gespanne zur Prüfung begrüßen. Acht Hunde zur vollen Prüfung, sieben mit Zusatzfächern zur HZP und drei Nachsuchenhunde. Mit dieser hohen Meldezahl ist die Kapazität der Prüfungsmöglichkeiten damit auch ausgeschöpft.

Treffpunkt war wieder die Wassermühle in Heiligenthal. Musikalische Unterstützung – die im Übrigen trotz der frühen Stunde auch von den Hotelgästen dort sehr geschätzt wird – bekamen die Hundeführer von der Bläsergruppe Hubertus unserer Jägerschaft. Nach Einteilung der Gruppen, Vorstellung der Richter und ein paar aufmunternder Worte, ging es endlich los in die Reviere.
Das erste und oftmals kribbeligste Fach stand ganz oben auf dem Programm.

buddy zungeAm Tag zuvor hatten die Prüfer für diesen Teil insgesamt neun Kilometer Schweißfährten gelegt und dokumentiert. Diese galt es nun als 400m bzw. 1000m Übernachtfährte zu arbeiten.
Leider konnte ein Hund auf der 1000m-Fährte seinen Führer nicht zum ausgelegten Stück bringen. Neben sehr guten Arbeiten auf der Rotfährte, kostete aber so manches Gespann auch jeglichen Spielraum der Richter aus und wandelte auf schmalem Grat. Aber bis auf den einen Hund blieben alle Teilnehmer weiter im Rennen. Nach dem ersten großen Erfolg und dem guten Prüfungswetter löste sich langsam die Anspannung und die gute Laune stieg weiter. Die Gruppen blieben im Forst und absolvierten dort die übrigen Wald- und die Gehorsamsfächer. Auf der Haarwildschleppe hatte allerdings eine Terrierdame an diesem Tag offenbar andere Dinge, als tote Karnickel im Kopf und konnte das Fach leider nicht bestehen.

Im Laufe des Vormittags setzten die Gruppen in andere Reviere um, wo die Feldfächer mit Schleppe und Verlorensuche auf dem Programm standen. Für die verbliebenen Hunde, die die volle Prüfung abzulegen hatten, ging es zu guter Letzt noch ans Wasser. Hier stand neben Schussfestigkeit und Verlorensuche auch die Arbeit an der vorübergehend flugunfähig gemachten, lebenden Ente an. Ein Hund zog es an dem Tag aber vor lieber nicht ins Wasser zu gehen und zeigte sich damit leider nicht brauchbar.
Auch bei den Fächern, in denen die Bringleistung abgefragt wurde, bot sich den Richtern ein breites Leistungsbild. So trieb es schon mal hier und da Teilnehmern wie Prüfern die Schweißperlen auf die Stirn.

Zum Ausklang des Tages und Übergabe der Prüfungszeugnisse trafen sich Teilnehmer und Richter wieder in der Wassermühle. Bei einem Essen und dem wohlverdienten Bierchen ließen Teilnehmer und Prüfer den Tag noch einmal Revue passieren. Die interne Wertung der Hunde mit voller BrP entschied Achim Henning mit „Dachs v. Hegewald“ (WLangh.) für sich. Bei den HZP-Zusatzfächern hatte Reinhold Koch mit „Chessy v. Altbach“ (GM) die Nase vorn. Den kleinen Sachpreis für den besten Nachsuchenhund strich Jörg Schweitzberger mit BGS „Elly“ ein.

Mit dem prima Ergebnis von 15 erfolgreichen Gespannen liegt die Prüfung in diesem Jahr über dem Landesdurchschnitt. Allerdings sollte dieses gute Ergebnis nicht darüber hinwegtäuschen, dass so mancher Hundeführer sich nur um Haaresbreite auf der anderen Seite wiedergefunden hätte. Hier gilt es nun sich und die Leistung seines Hundes für die Arbeit im Revier richtig einzuschätzen.

Allen Hundeführern wünschen wir viel Freude, Erfolg und Gesundheit bei der gemeinsamen Jagd mit ihrem vierbeinigen Gefährten!

Ein ganz großer Dank gilt den fairen Richtern, den Helfern und natürlich den Revierinhabern, ohne deren großzügige Bereitstellung der Reviere so eine Prüfung nicht durchzuführen ist!
Danke den Revierinhabern Günter Beer, Detlef v. Plato, Ernst-Hermann Hartmann und Bärbel Fuhrhop.Als Fährtenhelfer und zur Unterstützung bei der morgendlichen Anmeldung danke ich Tobias Hillegeist und Peter Wolke!

Für die kommende Prüfungssaison wünsche ich schon jetzt allen Hundeführern viel Suchenglück!

Bärbel Fuhrhop

 

Wussten Sie schon?

Das Schwarzwild hat sich überproportional stark entwickelt. Die Jäger unternehmen durch großflächig angelegte Drück- und Ansitzjagden große Anstrengungen, um die Schäden durch Schwarzwild auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gering zu halten und die Schweinepest durch gezielten Eingriff in die Population nicht aufkommen zu lassen. Die Schwarzwildstrecke lag im Jagdjahr 2007/2008 bei 3.217 Stücken.