Nach abgeschlossener Ausbildung stellten sich fünfzehn Jagdhunde am 11.10.2008 der diesjährigen Brauchbarkeitsprüfung in Rettmer.
Bei bestem Wetter hatte Sonderleiterin Bärbel Fuhrhop die Teilnehmer ins Suchenlokal nach Heiligenthal geladen. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Jägerschaft Torsten Broder und der Richterobfrau Heidelore Wittenburg wurde durch die Bläsergruppe, unter der Leitung von Günter Larisch, zum Aufbruch zur Jagd geblasen.
Neun erfahrene Verbandsrichter prüften in drei Gruppen die Hunde in den verschiedenen Aufgabenbereichen... Vier Hunde, die bereits erfolgreich die Herbstzuchtprüfung (HZP) absolviert hatten, wurden noch in den Zusatzfächern Übernachtschweißfährte, Verlorensuche von Federwild und im Gehorsam geprüft. Zwei Nachsuchengespanne hatten die 1000m-Übernachtfährte mit Anschneideprüfung zu bestehen. Neun der startenden Hunde hatten ihr Können über den gesamten Prüfungsinhalt zu beweisen. So war neben der Schweißfährte, Gehorsam, Freiverlorensuche, Feld- und Waldschleppe, auch die Arbeit in Wasser und Schilf bei der Verlorensuche und auf der Schwimmspur der lebenden Ente ein recht anspruchsvoller Bestandteil der Prüfung.So konnten dann auch leider nicht alle angetretenen Hunde die Prüfungshürden nehmen. Zwei der Hunde mit den HZP-Zusatzfächern und vier Hunde der kompletten BrP konnten an diesem Tag den Richtern ihre Leistung nicht zeigen.
Beim anschließenden gemeinsamen Schüsseltreiben in der Wassermühle gab es aber neben tröstenden Worten auch reichlich Erfreuliches in Form der BrP-Bescheinigungen und einiger Sachpreise zu verteilen...
Nach einer internen Wertung waren drei Sieger zu küren. Die Wertung für den besten Hund der kompletten BrP konnte Wolfgang Marten mit seinem Kl. Münsterländer Kuno v. Heeker Eichengrund für sich entscheiden. In der Wertung der HZP-Zusatzfächer hatte Franz Fietz mit DD Barney a. d. Katzenkuhle knapp die Nase vorn. Der Preis für den besten Nachsuchenhund an diesem Tag machten Brandlbracken-Mutter Cilli v. Alemendtal und ihr Sohn unter sich aus. Sieger wurde dort Udo Lüttschwager mit Gustav, der eigens aus Sachsen zu dieser Prüfung in die Heide gereist war!
Der Verlauf der Prüfung hat gezeigt wie wichtig, neben der Auswahl eines guten Züchters und Hundes, eine sorgfältige Vorbereitung und Ausbildung der Vierläufer ist. An dieser Stelle deshalb noch einmal der eindringliche Hinweis so früh wie möglich unter fachkundiger Anleitung mit der Ausbildung des Hundes zu beginnen!
Speziell hierzu bietet der Jagdgebrauchshundeverein Lüneburger Heide unter der Leitung von Ellen Küstner und Stefanie Lück allen interessierten Hundeführern ab sofort entsprechende Vorbereitungskurse für Welpen und Junghunde an. Auskünfte hierzu gibt Ihnen die Geschäftsstelle des JGV, Christine Dahms, Tel.: 04131/403487
Eine so umfangreiche Prüfung hätte ohne die passenden Reviere nicht stattfinden können! Im Namen der Jägerschaft Lüneburg und der Teilnehmer gilt ein herzlicher Dank den Revierinhabern Günter Beer, Detlef v. Plato, Ernst-Hermann Hartmann und Bärbel Fuhrhop!



