Jägerschaft Lüneburg

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Start Jungjägerausbildung Berichte 2011: Steiniger Weg zum ersten Jagdschein

2011: Steiniger Weg zum ersten Jagdschein

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Jägerschaft Lüneburg freut sich über 28 neue Jungjäger

altol Ellringen. Wer in Deutschland die Jagd ausüben will, muss einen gültigen Jagdschein besitzen. Voraussetzung, diesen bei der Unteren Jagdbehörde lösen zu können, ist das Bestehen der Jägerprüfung. Das Mindestalter für die Teilnahme an der Jägerprüfung beträgt 16 Jahre und die erfolgreichen Absolventen können dann den Jugendjagdschein lösen. Dieser berechtigt zur Ausübung der Jagd in Begleitung einer Aufsichtsperson, die jagdliche Erfahrung haben muss.

Die Teilnahme an Gesellschaftsjagden ist ihnen jedoch nicht gestattet. Da die Jägerprüfung für Jugendliche identisch denen der Erwachsenen ist, kann mit der Volljährigkeit automatisch ein „normaler“ Jagdschein gelöst werden.

Da das Bestehen der Jägerprüfung den Absolventen ein fundiertes Wissen aus allen Bereichen der Jagd abverlangt, hatten sich 30 Interessenten für einen Vorbereitungslehrgang entschieden. Dieser wird von der Jägerschaft Lüneburg angeboten. Acht Monate büffelten diese unter der Leitung vom Lehrgangsleiter Wolf-Achim Fürst an zwei Abenden in der Woche Theorie, an Samstagen wurde das Schießen mit Büchse und Flinte geübt und der Sonntag war für die praktische Ausbildung in den Revieren reserviert.

Eine Prüfungskommission der Jägerschaft Lüneburg prüfte, beauftragt vom Landkreis Lüneburg und unter der Leitung des Kreisjägermeisters Hans Christoph Cohrs, 29 Absolventen. Darunter waren sechs Damen und fünf Jugendliche, die an drei Tagen in den verschiedensten Disziplinen geprüft wurden.

Dazu gehörten:

  • die Schießfertigkeit und den sicheren Umgang mit den Jagdwaffen
  • ausreichende Kenntnisse über dem Jagdrecht unterliegende und andere frei lebende Tiere
  • Jagdwaffen und Fanggeräte
  • Behandlung des erlegten Wildes
  • Wildkrankheiten
  • Jagdhundewesen
  • jagdliches Brauchtum
  • Jagdrecht und verwandtes Recht

Unter Aufsicht mussten die Teilnehmer 100 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren beantworten.

Der Kreisjägermeister als auch die Prüfungskommission waren mit den überdurchschnittlichen Prüfungsergebnissen zufrieden, dennoch scheiterte eine Teilnehmerin an der hohen Hürde der Jägerprüfung. Das beste Prüfungsergebnis erzielte Frank Füllenbach, gefolgt von Hans Joachim Sauke und Tobias Warnke. Bester Jugendlicher war Hans Christoph Hohensee.

Nach der Ausgabe der Prüfungszeugnisse und Jägerbriefe erinnerte der Kreisjägermeister als auch der stellvertretende Vorsitzende der Jägerschaft Lüneburg, Christian Schulz, daran, die Schießfertigkeit stetig auf dem Schießstand zu verbessern und die Aus- und Weiterbildungsangebote der Jägerschaft und der Hegeringe zu nutzen.

Fazit aller Teilnehmer: „Eine lange und intensive Ausbildung hat bewirkt, dass wir bewusster und aufmerksamer durch die Natur gehen.“

Foto ol: Anja Blättermann überzeugte den Prüfer Heinz Adolf Schröder mit ihrem fundierten Wissen.


 

Wussten Sie schon?

Das Schwarzwild hat sich überproportional stark entwickelt. Die Jäger unternehmen durch großflächig angelegte Drück- und Ansitzjagden große Anstrengungen, um die Schäden durch Schwarzwild auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gering zu halten und die Schweinepest durch gezielten Eingriff in die Population nicht aufkommen zu lassen. Die Schwarzwildstrecke lag im Jagdjahr 2007/2008 bei 3.217 Stücken.