Jägerschaft Lüneburg

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Das Aufbrechen von Wild

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Bei jeder Jagdform unerlässlich ist die Notwendigkeit, das erlegte Wild zeitnah  zu versorgen. Nur an kalten Herbst-, Winter- oder Frühjahrstagen kann das Wild  längere Zeit  unversorgt im Wald / auf dem Feld liegenbleiben, ohne zu verhitzen. Man sollte auch in der kalten Jahreszeit beachten, dass z.B. eine starke feiste Sau selbst bei Minusgraden - aufgrund mangelnder Wärmeabgabe bzw. guter Isolierung - zum Verhitzen neigt. Es empfiehlt sich daher dringend, stärkeres Wild vorab zumindest zu lüften. Dies kann in einer Pause, oder von einer durchgehenden Treiberwehr erfolgen.

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten bzw. Vorgehensweisen, Stücke aufzubrechen. Die unterschiedlichen Varianten sind Resultate aus hygienischen Anforderungen und richten sich nach der Trefferlage, technischen Möglichkeiten im Revier sowie Aufhängmethoden in der Kühlkammer.

"Das Aufbrechen der Tiere erfolgte beim Reh- und Rotwild durchschnittlich innerhalb von 89 min. und beim Schwarzwild von 102 min. Mit steigender Zeitdifferenz vom Erlegen bis zum Aufbrechen konnte auch ein Anstieg der aeroben Gesamtkeimzahl ermittelt werden. Die höchsten Keimzahlen wurden bei Liegezeiten von über 180 min. nachgewiesen. " So Jan Markus Appelt in seiner Doktorarbeit.

Lesen Sie mehr dazu http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/apeltjm_ws07.pdf

Aktualisiert ( Donnerstag, den 26. April 2012 um 07:32 Uhr )  

Wussten Sie schon?

Die Jägerschaft Lüneburg untergliedert sich in 10 Hegeringe und zugleich auch Hegegemeinschaften mit 181 Eigenjagdbezirken und 156 gemeinschaftlichen Jagdbezirken. Gegenwärtig sind etwa 1.000 Jäger Mitglied in der Jägerschaft.