Jägerschaft Lüneburg

...gemeinsam für Natur und Jagd

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Informationen zur Agenda 21

E-Mail Drucken PDF

Ziel der Agenda 21

Die Agenda bezweckt die Erhaltung und Bewirtschaftung der Ressourcen für die Entwicklung. Hierunter fällt z. B. auch die nachhaltige Bewirtschaftung von Wald und Flur sowie die Erhaltung der biologischen Vielfalt

Gleichzeitig strebt sie die Stärkung der Rolle wichtiger Gruppen an. Hierunter fallen z. B. Kinder und Jugendliche.

Nachhaltigkeit - was ist das?

Hierunter versteht man das Ziel, langfristig und optimal die vielfältigen Leistungen des Waldes und seine Bewirtschaftung auch für künftige Generationen zu sichern. Die Natur soll nur im Rahmen ihrer langfristigen Regenerationsfähigkeit genutzt werden. Der Mensch soll nur das abschöpfen, was übrig ist, also entnommen werden kann.

Zu einer nachhaltigen Nutzung der Natur gehört auch die Jagd. Sie ist nicht nur wegen ihrer Regulationsfunktion notwendig, z. B. auch in Naturschutzgebieten. Vielmehr ist Jagd als verantwortungsvolle Nutzung der Wildtierbestände zu begreifen und zu erhalten. Die Grenzen der Jagdausübung bestimmen der Arten- und der Tierschutz.

Diese Gedanken im Sinne der Agenda 21 zu transportieren, ist eine Aufgabe der Jäger gegen die zunehmende Artenverarmung. Gerade wir JägerInnen, die in besonderer Weise mit den Vorgängen in der Natur vertraut sind, fühlen uns verpflichtet, unseren Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt zu leisten, wo immer es möglich ist.

In diesen Bereichen gibt es Berührungen und Überschneidungen mit den Zielen, die der anerkannte Naturschutzverband Landesjägerschaft Niedersachsen seit langem verfolgt. Seit mehreren Jahren engagiert sich die Jägerschaft des Landkreises Lüneburg e.V. als Unterorganisation in diesen Bereichen der Agenda 21. Der Arbeitskreis Wildtiere, Umwelt und Naturschutz der Jägerschaft bringt mit seinen Mitteln und Möglichkeiten im Sinne der Agenda 21 Kindern und Jugendlichen den Sinn der biologischen Artenvielfalt und des sorgsamen, nachhaltigen Umgangs mit den vorhandenen Ressourcen näher. Sei es, dass bei Walderlebnis-Spaziergängen oder Ausstellungen diese Bereiche thematisiert und erklärt werden. Durch ihre Aktivitäten wollen die Mitglieder des Arbeitskreises das Bewusstsein für eine weitest mögliche Erhaltung von Naturnähe in unserer Kulturlandschaft wecken und stärken.

Unsere Landschaftsräume mit Wald und Feld, Moor und Heide, Gewässern und Flüssen sind mit vielfältigem tierischen und pflanzlichen Leben erfüllt. Den Blick für diese biologische Vielfalt zu schärfen, ist eines unserer Anliegen.

Schutz und Pflege wildlebender Tier- und Pflanzenarten ist nicht nur Lebensraumschutz für gefährdete Arten. Artenschutz ist auch allgemeiner Schutz von (noch) nicht besonders gefährdeten Arten. Dies bedeutet nicht, dass die gesamte Landschaft von Menschen freigehalten werden soll. Der Mensch soll vielmehr im Rahmen des allgemeinen Biotopschutzes Rücksicht auf die Natur nehmen.

Jeder Natur- und Kulturraum ist auf Grund seiner Entwicklungsgeschichte etwas besonderes. Je früher man es erkennt, desto eher wird die Bereitschaft wachsen: "Was ich kenne, bin ich auch bereit zu schützen!" Einen sorgsamen nachhaltigen Umgang mit der Natur fordert die Agenda 21.

Unter diesem Gesichtspunkt muss das Bewusstsein für die vielfältigen Funktionen des Ökosystems Wald nicht nur erhalten, sondern durch Aufklärung, Sensibilisierung und Verständnis für natürliche Prozesse weiterhin geweckt werden.

 

Wussten Sie schon?

Das Schwarzwild hat sich überproportional stark entwickelt. Die Jäger unternehmen durch großflächig angelegte Drück- und Ansitzjagden große Anstrengungen, um die Schäden durch Schwarzwild auf landwirtschaftlich genutzten Flächen gering zu halten und die Schweinepest durch gezielten Eingriff in die Population nicht aufkommen zu lassen. Die Schwarzwildstrecke lag im Jagdjahr 2007/2008 bei 3.217 Stücken.